The End (of this website, not the world)

Liebe Leute,

es ist Corona-time. Vieles hat sich verändert und viel wird nicht mehr so werden, wie es mal war. Das hat sein Gutes und sein Schlechtes. Im Persönlichen wie im Allgemeinen.

Die Frage, die mich jetzt unter anderem beschäftigt ist, inwiefern ich darauf einwirken kann, was sich ändert in meinem Leben. Und im Besten Fall hat das auch Auswirkungen auf die Welt. Positive. Wir wollen ja immer alle, dass es gerechter zugeht auf unserem Planeten. Der globale Stillstand liefert massig Vorlagen dafür.

Ich bin Schauspieler. Zwei Hauptmerkmale davon sind Eitelkeit und Opportunismus. Sie gehören dazu, wenn man diesen Beruf ausüben will. Als der Mensch hinter dem Beruf kann man sich von diesen Eigenschaften lösen, aber das fällt vielen von uns schwer. Ich gebe zu, dass die Trennung von Persönlichkeit und Professionalität im Schauspiel immer verschwimmt, da unser „Instrument“ gleichzeitig unser „Ich“ ist.

Gegenwärtig gehört es dazu, sich ständig auch ausserhalb einer Arbeitssituation zu promoten. Sich darzustellen. Sich in einer Form zu zeigen, die möglichst viele Menschen interessiert. Obwohl ich mir die obengenannten Merkmale eines Schauspielers voll zurechne, habe ich das nie geschafft: Eine öffentliche Präsenz zu gestalten. Wahrscheinlich stand mir mehr meine Eitelkeit, als mein Opportunismus im Weg.

However. Auch diese Web-Site war ein Versuch, mich darzustellen. Er ist mir nie wirklich gelungen. Und ich sah mich immer öfter auf Klick-Zahlen achten, statt relevante Beiträge zu posten. Ausserdem sind solche Seiten langsam wirklich anachronistisch (vielleicht gibt es auch bald einen Gegentrend. Ich weiss es nicht. Ich weiss nichts).

Es gibt mich von Zeit zu Zeit in Filmen zu sehen. Ich liebe es zu arbeiten. Mit anderen Leuten, die es genauso lieben, eine Geschichte zu erzählen. Es gibt eine tolle Seite meiner Agentur im Netz (http://www.abovetheline.de/de/176658/barnaby-metschurat). Und das war’s.

One Love, Barnaby